02. 07. 2011 Das Bernecktal im Wandel der Zeit

Die Zuhörer sehen das Bernecktal mit völlig neuen Augen

Trotz einer Vielzahl an Veranstaltungsangeboten kamen sehr viele Zuhörer  zum Vortrag von Stadtarchivar Carsten Kohlmann aus Schramberg am Samstagabend ins evangelische Gemeindehaus. Im ersten Teil seines Vortrags beleuchtete der Stadtarchivar insbesondere die Geschichte der Burgen und deren historischen Hintergründe. Mit alten Fotos, welche teilweise zum ersten Mal in der Öffentlichkeit gezeigt wurden, zeichnete Herr Kohlmann  im zweiten Teil seines Vortrags ein lebendiges Bild von der Nutzung des Bernecktales im Wandel der Zeit. Viele markante Punkte vom Inkakopf, über die "Große Tanne", das Badhaus am Berneckbad bis zu einem Aussichtspavillion auf dem Kreuzfelsen aber auch die Proteste gegen das Vorhaben, das Bernecktal mit Sintis und Romas zu besiedeln, oder der Zug der Junghansarbeiter zum Waldfestplatz im Bernecktal ließen bei den Zuhörern ein umfassendes und für viele völlig neues Bild vom Bernecktal entstehen. Besonders die touristische Bedeutung und das romantische Schwärmen, welche das Bernecktal als  "Schönstes Tal Süddeutschlands" bezeichnete, war für viele Zuhörer ganz neu. Das kurvenreiche Bernecktal wurde erst in den Jahren 1877/78 erschlossen. Wirtschaftliche Gründe, vor allem die Holznutzung, waren maßgebende Faktoren. Neben der Straße verläuft das idyllische Bachbett der Schiltach. Einer der markantesten Punkte an der engsten Stelle im Tal ist die Teufelsküche. Ein in roter Farbe aufgetragener Teufel signalisiert seine Gefährlichkeit. Die Bedeutung des Namens Teufelsküche verliert sich heute im Dunkel der Geschichte. Die Bernecktalstraße wurde in der Zeit 1878 erbaut. Schramberg hatte damit eine Verbindung an die badische Schwarzwaldbahn in St. Georgen und Tennenbronn eine wichtige Verbindung zu den Arbeitsplätzen in Schramberg.

Der Vorsitzende der Projektgruppe Tennenbronner Heimathaus war, wie alle Zuhörer, begeistert über die völlig neue und umfassende Sicht des Bernecktales, welche durch den abwechslungsreichen und interessanten Vortrag entstand. Gemeinsam mit dem Stadtarchivar Herr Kohlmann äußerte er die Hoffnung, dass dieses Bürgerfest den Impuls geben könnte, dass im Bernecktal ein durchgehender Wanderweg angelegt wird. Ein neu zu schaffender historischer Führer könnte dann die Wanderer auf diesem geschichtsträchtigen und interessanten Weg begleiten.

(Mit freundlicher Genehmigung des Südkurier / Text: Werner Müller)

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