Erfassung von Kleindenkmalen

Der vollbesetzte Pfarrsaal

Kleindenkmale als wichtige Zeitzeugen

Wie viele Kleindenkmale auf der Tennenbronner Gemarkung schlummern wurde im Vortrag von Edwin Klausmann und Alfred Kunz sehr deutlich. Seit Herbst 2012 hat eine Projektgruppe bestehend aus  Edwin Klausmann, Alfred Kunz, Maria Fleig und Sabine Grimmig, systematisch Kleindenkmale in Tennenbronn gesucht und dokumentiert. Kleindenkmale, welche der Vorsitzende der Projektgruppe Tennenbronner Heimathaus Robert Hermann bei der Begrüßung als Perlen unserer Kulturlandschaft bezeichnete, standen im Mittelpunkt des spannenden Abends. Edwin Klausmann befasste sich zunächst mit Bildstöcken und Kreuzen. Auf der Suche nach Kleindenkmalen stieß die Projektgruppe um Edwin Klausmann auf 65 solcher bemerkenswerter Kunstobjekte. Diese wurden alle vermessen, fotografiert und dokumentiert. Detailliert stellte er den vielen Zuhörer einige dieser religiösen Kleindenkmale vor. Dabei erfuhren die Zuhörer, dass vor allem Bildstöcke und Christuskreuze in vielen Fällen als Zeugnis für stattgefundene Begebenheiten überwiegend durch katholische Familien errichtet wurden. Daneben ging er auch auf verschiedene interessante Gedenksteine ein.

Alfred Kunz berichtete anschließend über annähernd 1000 Grenzsteine, welche, bedingt durch die wechselvolle Geschichte Tennenbronns auf der Gemarkung zu finden sind. Grenzsteine als  Landes grenzen, - als Abgrenzung der drei Tennenbronner Stäbe bis zu Grenzsteinen innerhalb des Ortes zur Abgrenzung des komplizierten Grenzverlaufs von Evangelisch- und Katholisch Tennenbronn.  Alfred Kunz erläuterte die  Kennzeichnung der Steine und zeigte die jeweiligen Standorte in alten Karten.  "Grenzsteine sind das steinerne Gedächtnis Tennenbronns", sagte Kunz. Einer der ältestens Tennenbronner Grenzsteine steht heute vor dem Friedhof in Lauterbach. Bereits zu Zeiten von Rochus Merz im 16. Jahrhundert wurde der Grenzstein hergestellt was dem eingravierten Datum zu entnehmen ist.  Wie er dorthin gekommen ist, ist nicht bekannt.

Mit einer Fragerunde, in der u.a. Armin Braun vom Kreisarchiv Rottweil, Auskunft über die vom Kreis durchgeführte systematische Erfassung der Kleindenkmale gab, ging ein interessanter Vortragsabend der Projektgruppe Tennenbronner Heimathaus zu Ende.

Die Referenten Alfred Kunz und Edwin Klausmann

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