Tennenbronner Zinken
Schwarzenbach, Schachenbronn und Krummenschiltach

Maria Fleig und Oskar Rapp
Bild: Edwin Klausmann und Alfred Kunz

Wo endet der Schwarzenbach ? Beim Christleshof? am Schützen? oder gar beim Babischt? Mit dieser Frage wollte Alfred Kunz die Zuhörer sensibilisieren, denn im 18. und 19. Jahrhundert hatte Tennenbronn und der Schwarzenbach noch eine ganz andere Ausdehnung als heute. Damals gehörte Krummenschiltach und damit das heutige Zentrum von Langenschiltach noch zu Tennenbronn. Im Gegenzug gehörten z. B. Teile des Eichbachs nach Langenschiltach. Das wurde 1836 im großen Bürger- und Hoftausch bereinigt.Was wäre passiert, wenn es im 18. Jahrhundert dem Vogt Johannes Heinzmann, Wirt der Poststation (Gasthaus zum Grünen Baum) im heutigen Langenschiltach gelungen wäre das Stabswirsthaus ( = Rathaus, Verwaltungssitz) nach Langenschiltach zu verlegen sähe dann die Landkarte heute anders aus? Tennenbronn galt zu dieser Zeit als das abgelegenste Dorf aller Schwarzwalddörfer (nach Hansjakob), weil es verkehrstechnisch schlecht erschlossen war. Alfred Kunz hatte bei seinen Recherchen viele spannende Themen aufgegriffen und sie wie Perlen an einer Kette aufgereiht.

Edwin Klausmann hingegen betrachtete die Höfe und deren Besitzer. Er beschäftigte sich mit der Zeit zwischen 1850 und der Gegenwart und erklärte den Zuhörern die Familienverhältnisse und Abstammungen der Urhöfe in diesem Bereich. In akribischer Kleinarbeit hat er die Stammbäume der Familien mindestens 5 Generationen zurückverfolgt. Er wußte auch, dass z. B. der große Hansmichelhof mit 132 ha Fläche verkauft werden musste, weil der Bauer seinen Hof aufgrund seines lockeren Lebenwandesl veräußern musste. Angeblich haben die "Herrenbauern" in den Gasthäusern den Wein fassweise versoffen. Auch Kurioses wußte Edwin Klausmann zu berichten. So wurde der leerstehende Jungbauernhof abgebaut und im Trombach anstatt dem abgebrannten Storzenhof wieder aufgebaut. Damals war Arbeitszeit scheinbar günstger als das Baumaterial Holz.

Das Interesse der Bevölkerung an diesem Vortrag war enorm, so dass der katholische Pfarrsaal bis auf den letzten Platz gefüllt war.

Der Vortrag ist für den persönlichen Gebrauch auf DVD über die Projektgruppe Heimathaus erhältlich.


Pressespiegel:

Zum Artikel aus dem Archiv des Schwarzwälder Boten

Aus: Schwarzwälder Bote vom 30. 09. 2016 von Christoph Ziechaus

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Schramberg-Tennenbronn. Auch wenn sie am anderen Ende von seinem Hof an der Altenburg liegen, Edwin Klausmann kennt alle Höfe und die Bewirtschafter in Schwarzenbach und Schachenbronn. mehr

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