Ausstellung Auerhahn und Auerhahnjagd

Bilder: Ulrich und Martin Grießhaber

Bei der Beschäftigung mit dem Thema Auerhahn und der Auerhahnjagd in Tennenbronn entstand der Auerhahnweg, der erste Genießerpfad im Landkreis Rottweil, bei dem Oskar Rapp, Thomas Ernst und Martin Grießhaber federführend beteiligt waren. Außerdem hielt Martin Grießhaber einen Vortrag zu diesem Thema. Er fasste seine Recherchen in einem kleinen Buch zusammen und als Abrundung entstand eine Ausstellung im Heimathaus. Der Vorsitzende der Projektgruppe Rober Hermann sowie Ortsvorsteher Lutz strobel eröffneten die Ausstellung mit kurzen Ansprachen. Danach führte Martin Grießhaber durch die Ausstellung, die in drei Teile eingeteilt war.

Der erste Teil galt dem Auerhuhn, dem größten wild lebenden Vogel im Schwarzwald. Das Tier kann bis zu einem Meter groß werden. Allgemein bekann sind nur die männlichen Tiere, die durch ihr auffälliges Balzverhalten zu beliebten Postkartenmotiven und Zierde in vielen Gaststuben wurden. Die kleineren sehr gut getarnten Weibchen sind weniger bekannt. Sie brüten die Eier aus und sorgen für die Aufzucht der Jungtiere. Wie alle Vögel wachsen Auerhähne sehr schnell und erreichen innerhalb weniger Wochen ein Gewicht von ca. 3kg, damit sie auch gut durch den Winter kommen, denn dann besteht die Nahrung hauptsächlich aus Kiefernnadeln mit wenig Nährwert.

Der zweite Teil der Ausstellung galt der Auerhahnjagd, die in Tennenbronn lange Zeit vom Hause Fürstenberg gepachtet war. Die Jagdsaison war Anfang Mai. Auerhähne wurden auf den Balzplätzen geschossen, nachdem zuvor die "Auerhahnverhörer" den Bestand auf den einzelnen Balzplätzen ermittelt hatten, erfolgte eine Einteilung welcher Jagdgast mit welchem Verhörer auf dem zugewiesenen Balzplatz einen Auerhahn erlegen durfte. Prominentester Jagdgast war in Tennenbronn Kaiser Wilhelm II, der am 9. Mai 1908 auf der Falkenhöhe drei Auerhähne schoss. Ein sehr großes Auerhahnexponat aus dem Gasthaus "Deutscher Jäger" sowie Informationsmaterial rundeten diesen Ausstellungsteil ab. Der dritte Teil der Ausstellung befasste sich mit der Jagd in Tennenbronn, den derzeitigen Jagdbezirken, zeigte den letzten in Tennenbronn erlegten Hirsch sowie mit der Entstehung des Auerhahnwegs, bei dem (unter anderem von den Mitgliedern des Schwarzwaldvereins) sehr viel Eigenleistung erbracht wurde.


Das Buch zum Thema:

Zum Artikel aus dem Archiv des Schwarzwälder Bote

Auerhahn und Auerhahnjagd

Das Buch beschreibt die geschichtliche Ausgangslage der Wälder rund um Tennenbronn und erklärt, wieso gerade das Fürstenhaus zu Fürstenberg in Tennenbronn Auerhähne jagte, wo sie doch hier niemals Grundbesitz hatten. Neben einem Einblick in das Leben der Auerhühner wird vor allem die Auserhahnjagd in Tennenbronn, beginnend an den Balzplätzen, die Funktion der Auerhahnverhörer und die Übernachtungsquartiere, sowie dier perfekte Jagdorganisation des Fürstenhauses beschrieben. Selbst Kaiser Wilhelm II war als Jagdgast in Tennenbronn.

Restexemplare des Buches sind bei Martin Grießhaber (07729 929288) noch erhältlich.


Pressespiegel:

Zum Artikel aus dem Archiv des Schwarzwälder Bote

Aus Schwarzwälder Bote vom 10. 04. 2018 von Lothar Herzog

Ausstellung als weitere Ergänzung

Derzeit steckt der Stadtteil Tennenbronn ganz im Auerhahn-Fieber. Erst der Vortrag über die Auerhahnjagd, dann die Eröffnung des Auerhahnwegs und am Sonntag dann der Beginn einer Sonderausstellung im Heimathaus rund um das Auerwild. .. mehr

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