Ausstellung mit alten Malertechniken

Bilder: Robert Hermann, Carina Grießhaber

Unterhaltung auf dem Rathausplatz - Ausstellung im Heimathaus

Für den Wahlsonntag mit Kommunalwahl und Europa-Wahl hatte sich die Priojektgruppe Heimathaus etwas besonderes einfallen lassen. Auf dem Rathausplatz fand eine kleine Bewirtung mit Kaffee und Kuchen statt. Dazu unterhielten die Tennenbronner Knöpflespieler die Gäste mit ihrern Steirischen Harmonikas, die bekanntlich besonder gut für alpenländische Musik geeignet sind.

Im Heimathaus zeigten die beiden Malermeister Alois Moosann und Bernd Fleig, wie vielfältig der Malerberuf in vergangenen Zeiten war. Noch in den 1950er Jahren lernten Maler wie man Werbeplakate malt und das Imitieren von Holz gehörte zum regelmäßigen Arbeitsumfang, denn damit konnten Möbel, Holzvertäfelungen usw, die vielleicht aus einfachem Fichtenholz hergestellt waren hochwertiger erscheinen, wenn der Maler die Maserung einer Buche oder Esche,.. aufmalte. Mit dem passenden Werkzeug und etwas Übung konnten solche Imitate mit einer guten Produktivität hergestellt werden. Bernhard Fleig erzählt von den Werkzeugen: "Mit Borstenpinsel und Modler aus Schweineborsten wird die Lasur aufgetragen und verteilt, wobei man bereits bestimmte Farbverläufe einarbeitet. Die Schläger und Vertreiberpinsel eignen sich besonders, um feine Holzstrukturen in die noch frische Holzlasurfarbe einzuarbeiten. Sie bestehen meist aus langen Haaren von Pferdeschwänzen. Der Dachsvertreiber besteht aus echtem Dachshaar und findet vor allem Verwendung, um eingemalte Strukturen, Jahresringe mit viel Gefühl zu "vertreiben" oder äußerst weiche Übergänge und Farbverläufe herzustellen.... Der Fachmann für Restaurationen kommt regelrecht ins Schwärmen, wenn er von seinen alten Werkzeugen erzählt, die er von Viktor Hettich aus Schramberg bekommen hat. "Diese alten Pinsel sind leichter und liegen viel besser in der Hand !", so sein Resümee. Er ist damit einer der wenigen Experten, die auch heute noch diese Techniken beherrschen, wenn gleich auch er zugibt, dass er, immer zuerst etwas üben muss, bevor er beim Kunden loslegt.

Ihn Tennenbronn finden sich immer noch Arbeiten aus der Werkstatt von August und Hanno Langenbacher oder aus den jungen Jahren von Alois Moosmann. Dieser hatte sich im ersten Stock des Heimathauses eingerichtet und sein beeindruckend fein gemaltes Gesellenstück mitgebracht. Er zeigte den Besuchern welche Effekte mit besonderen Profilwalzen zu erzielen sind.

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