2026 war ein schlechtes Jahr für den heimischen Obstgarten. Anhaltende Trockenheit und am Ende noch Hagelschlag machten vielfach die Mühen eines ganzen Jahres zunichte. Trotzdem konnte Fritz Wöhrle im Tennenbronner Heimathaus noch eine bunte Palette hier geernteter Äpfel, Birnen, Quitten, Mirabellen, Himbeeren und Holunderbeeren präsentieren. Dazu gab es für die Besucher selbst gebackenen Apfelkuchen, Apfelmost und Apfelsaft.
Das Streuobst in Tennenbronn und unserer Region ist so vielfältig, dass der Landkreis Rottweil in Zusammenarbeit mit den Obst- und Gartenbauvereinen dafür eigens eine Broschüre herausgegeben hat. Darin sind Empfehlungen für Kern-, Stein- und Beerenobst enthalten, die besonders widerstandsfähig sind und auch ohne Pflanzenschutzmittel einen guten Ertrag versprechen. Die Verwendung ist nicht weniger verschieden – früh oder spät reife Sorten, Tafel, Most- oder Brennobst, kurz oder lange lagerfähig, und vieles mehr. Sorten bei denen es einem „den Hemdzipfel hochzieht“ eignen sich oft bestens zum Kochen und Backen. Während im Handel das makellose Aussehen höchste Wichtigkeit hat, kann Streuobst mit seiner Geschmacks- und Verwendungsvielfalt punkten.
Referent Fritz Wöhrle zeigte in seiner Präsentation und auf Fototafeln die Vielfalt der Tennenbronner Obstbäume. Dass Sie in früherer Zeit für die gesunde Selbstversorgung den Menschen noch deutlich wichtiger und geschätzter waren als heute, ist leider anhand schwindender Baumzahlen und am Boden verfaulender Früchte zu sehen. Auch immer weniger Kenntnisse zum Schneiden und Veredeln der Bäume sind vorhanden, ebenso wie die eigenen Möglichkeiten zur Verwertung. Für Tiere, Vögel und Insekten sind die ungespritzten Obstbäume und -sträucher mit ihren Blüten und Früchten jedoch ein Schlaraffenland.


