Dem Tennenbronner Heimathaus ist es gelungen, einen ganz besonderen Referenten für einen Vortrag zu gewinnen. Prof. Dr. Andreas Beck, geboren 1948 in Hornberg, ist Arzt, Theologe, Maler und Schriftsteller und leitete vor seiner Pensionierung das Institut für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin in Konstanz.
Sein Buch, „Johann Georg Fleig – Ein kleiner Schwarzwälder Genius“ enthält viel Kulturgeschichtliches aus unserer Region. Das Leben des körperlich behinderten Mannes ist das Thema seines Vortrages am Mittwoch, den 11. März um 19.30 Uhr im kath. Pfarrsaal in Tennenbronn.
Was soll nur aus dem kleinwüchsigen, aber blitzgescheiten Bauernsohn Johann Georg Fleig aus Buchenberg werden? Eine Übernahme des elterlichen Schloßhofes kommt nicht in Frage, obwohl er als Letztgeborener dafür üblich wäre. Die Eltern und Paten fördern das kluge Kerlchen und ermöglichen ihm den Besuch der Zinzendorfschule in Königsfeld, wo er sich zu einem der Besten entwickelt. Ein Studium ist aber aus finanziellen Gründen nicht möglich und ein Beruf ist für den kleinen Kerl, der auch als Erwachsener nie mehr als 1,30 Meter erreichte, schwer zu finden. Die Mitte des 19. Jahrhunderts aufstrebende Fotografie sollte zu seinem Metier werden. Dr. Andreas Beck wird erzählen, wie aus dem Verspotteten ein genialer Schwarzwälder Fotopionier wurde.

