Die Erinnerung an besonders schöne weiße, aber auch harte Winter, weckte das Heimathaus beim Themensonntag am 1. Februar. Der Besucherandrang übertraf alle Erwartungen, die Stuhlreihen im Vortragsraum waren ausnahmslos besetzt und auch die Stehplätze wurden knapp.
Fotos vom verschneiten Dorf Tennenbronn über die Jahrzehnte von 1900 bis heute wurden am großen Monitor präsentiert. Alfred Moosmann hatte Informationen zu den klimatischen Bedingungen und den „Jahrhundert-Wintern“ gesammelt und schilderte sie passend dazu: das Ende der „kleinen Eiszeit“ am Ende des 19. Jahrhunderts, die trotzdem deutlich kälteren und schneereichen Winter in den 1900er Jahren, bis zum spürbaren Klimawandel in jüngerer Zeit mit meist nur noch kurzzeitigen dünnen Schneedecken und vermehrten Winterstürmen.
Welche Probleme und Einschränkungen die harten Winter für die Tennenbronner im Dorf und in den verstreuten Zinken mit sich brachten, bildete den zweiten Abschnitt: Räumen mit Bahnschlitten und Schaufeln, beschwerliche Wege zur Arbeit, Schule und zu Besorgungen, Schneebruch und Stromausfälle, eisglatte Straßen und Schneeverwehungen und vieles mehr.
Die schönen Seiten der schneereichen Winter kamen trotzdem nicht zu kurz. Schlittschuhlaufen, Skispringen, Skilaufen und Rodeln waren angesagt. Es gab einen Eisweiher, eine Sprungschanze und mehrere Skilifte. Man konnte Ausrüstung für den Wintersport im Dorf kaufen, und auch die angesagte Wintermode. Die warmen und schneearmen Winter seit den 1990er Jahren machten dem Wintersport in Tennenbronn aber zunehmend den Garaus. Mehr Schnee – so wie früher – das werden wir wohl nicht mehr erleben.


